Fellfarben Hybrid-Zwerghamster

Kurzhaar

wird nicht in der Farbbezeichnung angegeben.

Satin

(glänzend) kann bei jeder Fellart zusätzlich auftreten

Gencode: Sasa (SaSa verursacht lichtes und fettiges Haar)

Pearl

Pearl kann in Agouti und Saphir unterschieden werden. Der Einfachheithalber treffen wir diese Unterscheidung bei der Farbbezeichnung allerdings nicht.

Fast weißer Hamster mit grauen Ohren und vereinzelt dunklen Haaren.

Agouti Pearl

Gencode: AA Pepe oder Ad Pepe
Pepe verhindert die Einlagerung von Pigmente im Haar, es ist ein dominantes Gen. Die Grundfarbe Agouti ist nur noch geringfügig zu erkennen.
Pearl reinerbig (PePe) ist letal, die Hamsterkinder sterben noch im Mutterleib.

 

Saphir Pearl

Gencode: dd Pepe
Pearl auf der Grundfarbe Saphir führt zu einem fast weissen Hamster. Der Aalstrich auf dem Rücken ist noch erkennbar.
Mottled

Ein fleckiger, weißer Mantel, der sich über die Grundfarbe legt.

Dieses Muster stammt vom Campbell ab.
Der Mi-Faktor ist dominant. D.h. wenn man einen Hamster mit Mi-Faktor mit einem ohne Mi-Faktor verpaart, haben 25% aller Nachkommen ebenfalls den Mi-Faktor(also weiße Flecken).
Verpaart man nun 2 Hamster mit Mi-Faktor miteinander, kann es bei 25% der Nachkommen zu einer Doppelung kommen. D.h. der Nachwuchs bekommt von beiden Elternteilen ein Gen mit Mi-Faktor.
Diese Jungtiere kommen augen- und zahnlos auf die Welt und sterben vollkommen unterentwickelt nach 2-3 Wochen.
Silvering / Platinum

Die farbigen Flächen sehen ausgeblichen aus. Kann bei jeder Grundfarbe auftreten

Diese Muster können ganz unterschiedlich ausfallen und kommen vom Campbell. Es ist dem Merle vom Dsungaren sehr ähnlich und kann bei Hybriden ohne Abstammungsnachweis nur schwer unterschieden werden.
Merle

Vereinzelt weiße Haare UND ein weißer Kragen im Nackenbereich.

Gencode: AA MeMe, Ad MeMe, AA Meme, Ad Meme
Merle bewirkt, dass ähnlich wie bei Pearl, aber nur stellenweise Haare pigmentlos bleiben. Typisch ist der helle Kragen hinter dem Nacken. Die Fellfarbe Agouti oder Saphir ist so noch erkennbar, wo die Pigmenteinlagerung nicht gestört ist. Merle wird dominant vererbt.
Dieses Muster ist dem Silvering & Platinum vom Campbell aber sehr ähnlich und kann nur schwer bei Hybriden ohne Abstammungsnachweis unterschieden werden.
Umbrous
Verdunkelt die Fellfarbe.
Winterfell
Winterfell ist keine wirkliche Fellzeichnung. Sie kommt bei Hybriden mit besonders hohem Dsungaren-Anteil vor und führt dazu, dass der Hamster unter Umständen komplett weiß wird. Nach ein paar Monaten färbt sich dieser wieder zurück zu seiner eigentlichen Fellfarbe.
Brown “Moscow Gen”

Keine Farbe sondern ein Gen, das bei vielen Farben auftreten kann. Meist in Kombination mit Back Flipping. Diese Hamster sehen von ihren Proportionen und Gesichtszügen her „anders“ aus.

Dieses Gen stammt vermutlich vom Campbell ab und kann genetische Defekte wie das Back Flipping verursachen. Die häufigste Farbkombination ist Mushroom. Diabetes kommt als Problem noch dazu. Die Tiere sterben oft frühzeitig.

Wildfarben

Agouti

Graue Wildfarbe.

Gencode: AA (reinerbig) oder Ad (mischerbig)
Die wildfarbende Form der Zwerghamstermischlinge ist am häufigsten anzutreffen.
Die Wildfarbe wird häufig vom Dsungarischen Zwerghamster übernommen. Aber nur weil der Hamster wie ein Dsungare aussieht, können Campbellgene in ihm stecken und auch die möglichen Erkrankungen. Artreine Dsungaren gibt es nur bei wenigen Züchtern.
Die Farbe Agouti kann variieren von braun bis dunkel grau.
Saphir

„Softere“ Wildfarbe.

Gencode: dd (reinerbig)
Das blau-graue Fellkleid mit der 3 Bogenlinie ist die 2. häufigste Farbe bei Hybriden, die vom artreinen Dsungarischen Zwerghamster vererbt wurde. Die Campbell-Gene müssen von außen nicht sichtbar sein. Der Aalstrich auf dem Rücken ist aufgehellt.
Saphir ist die erste aufgetretene Farbmutation bei Dsungaren, die Mutation hat einen Einfluss auf die Ausprägung des schwarzen Pigment, so dass es blau-grau erscheint. Ein Hamster muss also von beiden Eltern die Mutation erben, also reinerbig (dd) sein, sonst wird die Mutation vom Wildallel auf dem anderen DNA Strang kompensiert.

Agouti-Basiert

Agouti-Basiert= der Hamster hat einen Aalstrich / Rückenstrich und eine Dreibogenlinie (seitlich)

Mandarin / RE Mandarin

Die orange/braune Agouti-Farbe. Gibt es mit schwarzen (BE) und roten (RE) Augen

Gencode: Ma/ma (mischerbig)
Das hellbraune Fellkleid kann in zahlreichen Varianten auftreten. Von orange bis beige mit braunen Abzeichen. Das Problem bei dieser Farbe ist oftmals ein genetischer Defekt, der zur Verfettung führt, Diabetes, Nierenerkrankungen und co mit sich bringt. Hat ein Mandarin rote Augen, nennt man die Farbe RE Mandarin und es steckt ein Campbell-Gen für rote Augen mit drin.
Mandarinhamster haben als Jungtiere ein oranges Babykleid, mit dem Erreichen der Geschlechtsreife werden sie bräunlicher. Mit dem Alter soll das Fell dann wieder heller werden.
Mandarin vererbt sich dominant. Ist die Grundfarbe Saphir, wird die Farbe Camel genannt. Camel lässt sich nur schwer von Mandarin unterscheiden. Reinerbig (Ma/Ma) ist es letal.

Hinweis für den Steckbrief unter dem Punkt „Besonderheiten“:
An die Farbe „Mandarin“ scheint ein Genfehler gekoppelt zu sein (bringt oftmals Fettleibigkeit, Diabetes, Nierenerkrankungen und andere Organversagen mit sich), auf eine diabetesgerechte Ernährung ist unbedingt zu achten!

Camel / RE Camel

Die orange/braune Saphir-Farbe. Gibt es mit schwarzen (BE) und roten Augen (RE).

Die blasse beige Fellfarbe ist ein Mix aus den Farben Saphir & Mandarin. Leider haben die Hamster die selben gesundheitlichen Probleme wie Mandarin-Hamster. Mit roten Augen nennt man den Mix RE Camel.
Je nach Fellfarbe richtet sich auch danach, welche Gene der Hamster noch in sich trägt.

Hinweis für den Steckbrief unter dem Punkt „Besonderheiten“:
An die Farbe „Camel“ scheint ein Genfehler gekoppelt zu sein (bringt oftmals Fettleibigkeit, Diabetes, Nierenerkrankungen und andere Organversagen mit sich), auf eine diabetesgerechte Ernährung ist unbedingt zu achten!

Mushroom (Beige)
Dieses Gen ist eine Kombination zwischen Brown und Saphir. Es ist die häufigste Art des Moscow-Gens, die in Deutschland vor kommt. Siehe Informationen zu „Brown“.

Hinweis für den Steckbrief unter dem Punkt „Besonderheiten“:
Dieses Gen stammt vermutlich vom Campbell ab und kann genetische Defekte wie das Back Flipping verursachen. Diabetes kommt als Problem noch dazu. Die Tiere sterben oft frühzeitig.

Blue Beige / Beige Blond

Rote Augen, helle Ohren, beige Grundfarbe OHNE bläulich-grauem „Dunst“ darüber. Der Hamster ist unterhalb der Dreibogenlinie weiß. Heller als RE Argente.

Genetische code: ddmmpp

Blue Beige wird durch die Kombination Brown (mm), Saphir (dd) RE Argente (pp) gebildet.

Die Farbe kann in unterschiedlichen Abstufungen auftreten. Als Jungtiere sind sie sehr viel heller.

 

Red Eyed Argente (RE Argente) / Red Eyed Yellow (RE Yellow)

Rote Augen, helle Ohren, beige Grundfarbe, der Haaransatz wirkt stellenweise dünkler (wie der Aalstrich). Aalstrich ist Sepia-Braun (von Agouti) oder hellgrau (von Saphir). Der Hamster ist unterhalb der Dreibogenlinie weiß.

Genetische code: pp
Die Farbe haben die Hybriden vom Campbell-Zwerghamster und nennt sich dort RE Argente. Allerdings fällt sie oft etwas anders aus, da dieses Gen die Grundfarbe aufhellt. Je nach dem ob die Wildfarbe vom Dsungaren oder Campbell wäre, fallen die Farbnuancen unterschiedlich aus. In Holland nennt man die Farbe direkt übersetzt „Gelb Wildfarbe Rotauge“. Daher gibt es keine korrekte deutsche Bezeichung und beide Begriffe sind geläufig. Alle rotäugigen Hamster werden durch dieses Gen beeinflusst. Durch den hohen Campbell-Anteil sollte besonders auf Diabetes geachtet werden.

Hinweis für den Steckbrief unter dem Punkt „Besonderheiten“:
Durch den hohen Campbell-Anteil sollte besonders auf Diabetes/eine diabetesgerechte Ernährung geachtet werden.

Yellow Blue Fawn

Rote Augen, helle Ohren, MIT bläulich-grauem „Dunst“ über Grundfarbe. Der Hamster ist unterhalb der Dreibogenlinie eher beige.

Diese Hybridfarbe ist ein Mix zwischen RE Yellow (Re Argente) und Saphir.
Durch den hohen Campbell-Anteil sollte besonders auf Diabetes geachtet werden.

Hinweis für den Steckbrief unter dem Punkt „Besonderheiten“:
Durch den hohen Campbell-Anteil sollte besonders auf Diabetes/eine diabetesgerechte Ernährung geachtet werden.

Opal

Graue Ohren, schwarze Augen, beige unterhalb der Dreibogenlinie, die Haarspitzen können stellenweise beige aussehen.

dd Rezessive

Beim Opal sieht man viele Farbnuancen. Vom einem warmen Braunton als Basis bis hin zu Gelbtönen.

Lilac Fawn

Heller als Opal (sieht etwas ausgeblichen aus), graue Ohren, schwarze Augen, weiß unterhalb der Dreibogenlinie. Die Haarspitzen sehen stellenweise beige aus.

Gencode: bbdd

Kombination Black-Eyed Argente mit Opal

 

Self-Colored

Self-Coloured = der Hamster hat WEDER Aalstrich / Rückenstrich NOCH Dreibogenlinie (seitlich)

Black

Schwarz.

Die hübschen schwarzen Hybriden haben ihre Farbe vom Campbell-Zwerghamster geerbt. Durch den hohen Campbell-Anteil sollte man besonders auf Diabetes achten.

Mit der schwarzen Fellfarbe bei Hybriden können auch einige Probleme verknüpft sein. Sie scheinen auch häufiger an Zahnproblemen zu leiden.

Bei schwarzen Hybriden kommt überaus häufig ein meist erst im Alter auftretendes Zittern auf. Je älter das Tier wird, desto schlimmer meist die Ausprägung dieses Zitterns.

Hinweis für den Steckbrief unter dem Punkt „Besonderheiten“:
Durch den hohen Campbell-Anteil sollte besonders auf Diabetes/eine diabetesgerechte Ernährung geachtet werden. Ein weiteres Krankheitsbild, dass überaus häufig vorkommt, ist ein meist erst im Alter auftretendes Zittern (ähnlich wie Parkinson beim Menschen). Je älter das Tier wird, desto schlimmer meist die Ausprägung dieses Zitterns. Diese Erkrankung ist leider nicht behandelbar, sollte aber trotzdem tierärztlich abgeklärt werden.

Russian Blue

Grau + schwarze Augen.

Die Hybridfarbe ist ein Mix von der Campbellfarbe Black (hier gelten dieselben Gesundheitsrisiken – siehe Black) und der Dsungarenfarbe Saphir. Durch den hohen Campbell-Anteil sollte man besonders auf Diabetes achten. Die Farbe gibt es in verschiedenen Farbstufen.

 

Hinweis für den Steckbrief unter dem Punkt „Besonderheiten“:
Durch den hohen Campbell-Anteil sollte besonders auf Diabetes/eine diabetesgerechte Ernährung geachtet werden. Ein weiteres Krankheitsbild, dass überaus häufig vorkommt, ist ein meist erst im Alter auftretendes Zittern (ähnlich wie Parkinson beim Menschen). Je älter das Tier wird, desto schlimmer meist die Ausprägung dieses Zitterns. Diese Erkrankung ist leider nicht behandelbar, sollte aber trotzdem tierärztlich abgeklärt werden.

Dove

Taupe / braungrau + rote Augen, helle Ohren.

Die Hybridfarbe stellt sich aus Black und RE Yellow (RE Argente). Auf Grund des hohen Campbell Anteils sollte man besonders auf Diabetes achten.

 

Hinweis für den Steckbrief unter dem Punkt „Besonderheiten“:
Durch den hohen Campbell-Anteil sollte besonders auf Diabetes/eine diabetesgerechte Ernährung geachtet werden.

Red Eyed Lilac (RE Lilac)

Bläuliches Grau, etwas wärmer und heller als Blue + rote Augen, hellgraue Ohren.

Genetik: a/a d/d p/p
Farbe: bläuliches Beige
Augen: rot
Ohren: klar

Ist die Kombination von Schwarz, Opal und Argente.

 

Black Eyed Lilac (BE Lilac)

Bläuliches Grau, etwas wärmer und heller als Blue + schwarze Augen, hellgraue Ohren.

Genetik: a/a b/b (oder m/m) d/d
Farbe: dunkelbläuliches Beige
Augen: schwarz
Ohren: grau
Ist die Kombination aus Schwarz, Black-Eyed Argente und Opal.

Red Eyed White (RE White)
Augen: rot
Ohren: fleischfarben
Black Eyed White (BE White)
Augen: schwarz
Ohren: grau