Der Mythos, dass Hamster nur wenig Platz benötigen und ideale Haustiere für Kinder sind, hält sich leider hartnäckig.

Hamster sind hauptsächlich nachtaktive und sehr bewegungsfreudige Tiere, sie laufen viele Kilometer in einer Nacht. Ein großes Heim ist darum sehr wichtig, um ihren Bedürfnissen gerecht werden zu können. Umso größer das Heim, desto besser! Zu kleine Käfige und ungeeignetes Zubehör können stereotype Verhaltensstörungen auslösen und der Gesundheit schaden!

Grundsätzliches zur Hamsterhaltung

  • Hamster sind Einzelgänger. Das bedeutet, sie möchten keinen zweiten Hamster in ihrem Revier haben. Würde ein fremder Hamster in ihr Revier eindringen, würden sie versuchen ihn zu vertreiben. Ist das nicht möglich, kommt es nicht selten zum Tod. Auch Geschwister, die seit der Geburt zusammen sind, möchten irgendwann getrennte Wege gehen. Zwingt man sie trotzdem dazu, zusammen zu leben, muss sich das schwächere Tier ständig unterwerfen und das dominante Tier immer den Stärkeren spielen. Das bedeutet Stress für beide Tiere. Die Stimmung kann dann schnell kippen und es kommt zu ernsten Kämpfen, die ebenfalls mit dem Tod aller Tiere enden können. Die einzige Ausnahme bilden aus sozialen Linien stammende, artreine Campbells. Diese sind teilweise zur Gruppenhaltung geeignet, sollten jedoch nur von erfahrenen Personen gehalten werden. Sie sind außerdem nur bei sehr wenigen Züchtern in Deutschland erhältlich. In Zooläden, als “Campbell” betitelte Hamster sind immer Hybriden, welche nicht für die Paar- oder Gruppenhaltung geeignet sind.
  • Um mit gut gefüllten Backentaschen nicht steckenzubleiben und die innere Haut der Taschen nicht zu verletzen, sollten alle Ein-, Aus-, und Durchgänge des Zubehörs für Zwerghamster mind. 5 cm und für Gold- und Teddyhamster mind. 7 cm groß sein.
  • Hamster besitzen Duftdrüsen, mit welchen sie ihr gesamtes Revier markieren. Daher reinigt man ein Hamstergehege nur unter zwei Bedingungen komplett – bei Krankheit, die eine Komplettreinigung erfordert und nach dem Tod des Hamsters. Durch eine Komplettreinigung zerstört man alle Duftmarkierungen und der Hamster hat das Gefühl, er ist in einem komplett neuen Revier. Das stresst den kleinen Bewohner enorm und kann auf Dauer zu Krankheiten oder einer kürzeren Lebensdauer führen. Es wird alle 2 – 3 Tage die Ecktoilette oder die Pipiecke gesäubert. Hat man einen Wildpinkler (ein Hamster, der immer wo anders hinmacht) und kann man keine Pipiecke ausfinden machen, geht man einfach der Nase nach. Bildet sich unangenehmer Geruch, entfernt man 1/3 des Einstreus und ersetzt es durch frisches. Nach 2 – 3 Wochen wiederholt man den Vorgang mit dem nächsten Drittel. Das tut man so lange, bis man das gesamte Streu getauscht hat.
  • Die Köttelchen sind für Hamster ebenso Markierungen. Sie werden außerdem ab und zu verspeist und dienen als wichtige Nährstofflieferanten. Daher sollte man sie auch ruhig an Ort und Stelle belassen. Der Futterbunker und das Nest werden ebenfalls mit ihnen markiert.

Was sollte man vor der Anschaffung beachten?

  • Artgerechte Hamsterhaltung kann in der Anschaffung relativ teuer sein. Die laufenden Kosten halten sich dafür stark in Grenzen. Bin ich gewillt, ab 200 € aufwärts für eine gute Erstausstattung auszugeben?
  • Hamster haben sehr individuelle Charaktere. Es gibt sehr zutrauliche, aber auch extrem scheue Tiere. Kann ich damit leben, dass mein Hamster unter Umständen wenig bis keinen Kontakt zu Menschen haben möchte oder er vielleicht sogar ein Phantom ist, dass man nie sieht?
  • Da artgerechte Heime relativ schwer sind und Hamster durch einen Umzug stark gestresst werden, sollte man sie zur Urlaubsbetreuung nicht in ein anderes Gehege übersiedeln. Kenne ich verlässliche Personen, die während der Urlaubszeit mindestens jeden 2. Tag vorbeikommen und meinen Hamster verpflegen?
  • Kann ich damit leben, dass Hamster hauptsächlich nachtaktiv sind und mitunter sehr spät aufstehen? Denn Zeiten ab 23 Uhr sind keine Seltenheit.
  • Tierarztkosten halten sich bei so einem kleinen Tier zwar meist in Grenzen, allerdings sollte man sich trotzdem überlegen, ob man sich zur Not auch die Kosten für eine Operation plus Nachbehandlungen leisten kann. Diese können dann durchaus ab 100 € aufwärts liegen.
  • Hamster haben zwar eine relativ kurze Lebensdauer. Trotzdem sollte man sich die Frage stellen, ob man gewillt ist, sich 1 – 3 Jahre kontinuierlich sorgfältig um das Tier zu kümmern. Kinder sollten diese Aufgabe nur mit der Hilfe eines Erwachsenen übernehmen.
  • Auch Hamster können krank werden. Habe ich die Möglichkeiten einen hamsterkundigen Tierarzt aufzusuchen, zu bezahlen und eventuell sogar über einige Wochen täglich Medikamente zu verabreichen?

Grundlagen der Hamsterhaltung

Gehegebeispiel
Gehegegröße
  • Da Hamster Bodenbewohner sind, ist die Grundfläche des Geheges ausschlaggebend. Diese sollte an einem Stück mindestens 0,5 m² groß sein (z.B. 100 x 50 cm). Idealerweise hat das Gehege eine Tiefe von mind. 50 cm, da es sonst besonders bei Gold- und Teddyhamstern schwierig ist, passendes Zubehör unterzubekommen. Natürlich sind auch Gehege mit weniger Tiefe für die Hamsterhaltung geeignet. Allerdings könnte man diesen Punkt bei der Gehegesuche im Hinterkopf behalten. Da Hamster sehr bewegungsfreudige Tiere sind, reicht vielen Plüschpopos ein Mindestmaß-Gehege von 0,5m² nicht. Daher finden sich bei unseren Pflegehamstern teilweise auch andere Empfehlungen für die Gehegegröße. Vor allem Gold- und Teddyhamsterdamen fordern oft sehr viel mehr Platz. Prinzipiell gilt immer “je größer, desto besser”. Als Gehegeart eignen sich am besten Aquarien, spezielle Nagerterrarien oder umgebaute Standardterrarien, Eigenbauten und Holzgehege. Da Hamster höhenblind und Bodenbewohner sind, eignen sich ihre Pfötchen nicht zum Klettern an Gitterstäben. Sie rutschen dann einfach ab oder lassen sich fallen, weil sie die Höhe nicht einschätzen können. Bleiben sie dabei mit einer Pfote zwischen den Stäben hängen, führt das schnell zu gebrochenen Beinen.
120x55x80cm Glasterrarium
120x50x50cm Glasterrarium
120x80x50cm Living World
120x50x50cm Glasterrarium
120x50x60cm Glasterrarium
120x50x50cm Glasterrarium
120x60x60cm Glasterrarium
120x60x80cm Holzterrarium
130x50x60cm Nagerhütte
100x50x60cm Glasterrarium
150x50x60cm Eigenbau
100x50x50cm Aquarium
130x65x65cm Aquarium
130x65x65cm Aquarium
130x65x65cm Aquarium
140x50x70cm Holzeigenbau
120x60x80cm Glasterrarium
140×50×60cm Glasterrarium
120x60x80cm Glasterrarium

Beispielbilder: So könnte ein artgerechtes Hamsterheim aussehen.

Natürliche Bedürfnisse
  • Hamster leben in freier Natur in unterirdischen Gängen. Sie lieben es einfach im Boden zu wühlen und ganze Gangsysteme anzulegen. Leider scheinen manche Exemplare dieses natürliche Verhalten aufgrund der unkontrollierten Zucht und oftmals fehlenden Möglichkeiten zum Teil komplett abgelegt zu haben. Trotzdem sollte man auch solchen Tieren zumindest die Chance geben ausgiebig graben zu können, falls sie es doch plötzlich wollen. Manche dieser Anti-Buddler fangen ganz spontan nach Wochen, Monaten oder sogar erst einem Jahr wieder damit an. Daher sollte wirklich jeder Hamster mindestens 20 cm (besser noch mehr) durchgehend hohes Einstreu zur Verfügung zu haben. In manchen Streuarten halten die Gänge besser als in anderen. Es empfiehlt sich Heu unterzumischen und alles fest anzudrücken. Pellets und Maisstreu sind nicht als Einstreu geeignet. Auch von Hanfstreu ist eher abzuraten, da es sehr rutschig ist und die Gänge nur sehr schlecht bzw. gar nicht halten. Wir empfehlen derzeit Streu der Marke “Alpenspan” oder “Equipower” zu verwenden. Dieses sollte nach dem Einstreuen schön fest angedrückt werden. Erhältlich ist es in Lagerhausfilialen, in Pferdezubehörshops und oft auch online.
Fellpflege
  • Für die Fellpflege benötigen Hamster feinen Sand. Dieser sollte entweder aus abgerundetem Quarz (sogenannter Chinchillasand), oder aber aus Sepiolith oder Attapulgit bestehen. Bei den beiden Letzteren ist allerdings beim Einstreuen Vorsicht geboten, da sich der feine Staub in der menschlichen Lunge absetzt. Daher bitte eine Atemmaske tragen. Zur Fellpflege sind sie allerdings super geeignet und bei der kurzen Lebenserwartung von Hamstern, sollten sie keinerlei Auswirkungen auf die Lunge haben. Vogelsand ist aufgrund der Struktur der einzelnen Körnchen nicht geeignet. Es würde dazu führen, dass das Fell brüchig und dadurch stumpf wird. Die einzelnen Hamsterarten haben unterschiedliche Methoden, das Sandbad zu verwenden. Gold- und Teddyhamster buddeln gerne im Sand. Daher darf das Sandbad auch ruhig etwas größer ausfallen. Gut geeignet sind Holzboxen ab ca. 20 x 20 x 15 cm (LxBxH) Größe. Zwerghamster verwenden ihr Sandbad eher zum Wälzen, daher sollte es so groß sein, dass der ausgestreckte Hamster gut darin rollen kann. Hierfür reicht eine ca. 5 cm tiefe Schale oder Box mit etwa 20 cm Durchmesser. Roborowski Zwerghamster brauchen einen besonders großen Sandbereich. Dieser sollte mindestens 1/3 der Gehegegrundfläche, aber zumindest 30 cm x Tiefe des Geheges ausmachen und sehr viele Verstecke beinhalten.
Natürliche Instinkte
  • In freier Natur legen Hamster in ihrem unterirdischen Bau mehrere Kammern an. Diese dienen als Bunker, als Nest und als Toilettenkammer. Daher ist es notwendig ihnen in der Heimtierhaltung ein Haus mit mehreren Kammern anzubieten. Dieses sollte aus Laubholz bestehen, keinen Boden haben und mit einem abnehmbaren Dach ausgestattet sein, um die Nestkontrolle zu erleichtern. In eine Kammer kann man eine Ecktoilette aus Keramik oder Plastik stellen. Dies erleichtert die Reinigung der Pipiecke ungemein. Sie wird mit Chinchillasand befüllt und alle 2 – 3 Tage komplett gesäubert.
Wasserversorgung
  • Hamster decken ihren Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich über das Futter ab. Zusätzlich sollte man allerdings immer auch einen Trinknapf zur Verfügung stellen. Dieser sollte maximal 8 – 9 cm Durchmesser haben und täglich gereinigt und frisch befüllt werden. Für Zwerghamster und Roborowski eignen sich auch kleine Teelichtgläser sehr gut. Trinkflaschen empfehlen wir aus mehreren Gründen nicht gerne. Sie sind schwierig zu reinigen (in den Trinkschlauch kommt man eigentlich kaum ausreichend weit hinein) und der Hamster muss für jeden Tropfen mit seiner Zunge gegen die Kugel drücken. Er muss sich also für jeden Tropfen Wasser anstrengen. Außerdem sind diese Kugeln gerne nach einer gewissen Zeit defekt und die Flasche fängt an zu tropfen, oder es ist keine Wasserabgabe mehr möglich. Bei einem Napf bestehen diese negativen Aspekte nicht.
Bewegungsdrang
  • Um den starken Bewegungsdrang von Hamstern zu befriedigen, benötigen sie unbedingt ein geeignetes Laufrad. Besonders wichtig ist die Größe. Der Hamster sollte mit geradem Rücken laufen können. Bei Zwerghamstern ist dies normalerweise ab 25 cm der Fall. Bei Gold- und Teddyhamstern ab 28 cm. Manche, besonders große Exemplare benötigen allerdings ein noch größeres Laufrad. Die empfohlene Mindestgröße steht ebenfalls im Steckbrief jeden Pflegehamsters. Mit einem 33 cm Durchmesser-Laufrad kann man normalerweise nichts falsch machen. Roborowski Zwerghamster kommen manchmal mit einem 20 cm Laufrad aus. Sichergehen tut man aber mit einem 25 cm Rad. Besonders empfehlen können wir Holzlaufräder mit Korklauffläche. Sie sind während des Gebrauchs sehr leise und auch für kleine Hamsterfüße besonders angenehm. Diese eignen sich allerdings bei Hamstern, die ihr Geschäft gerne mal im Laufrad verrichten, nur bedingt. Hier empfehlen wir eher, auf ein Rad aus Plastik zurückzugreifen. Sie sind einfach besser zu reinigen. In guten Shops gibt es inzwischen sogar Laufräder mit Kugellager. Diese kosten zwar etwas mehr, dafür halten sie sehr lange und sind flüsterleise. Man hört meist nur das leise Trippeln kleiner Füße.
Schlafplatz
  • Um sich ein gemütliches Bettchen einzurichten, sollte man Hamstern Nistmaterial zur Verfügung stellen. Es eignen sich Safebed, in Streifen gerissenes Ökoklopapier (chlorfrei gebleicht, ohne Farbe und Duft), Heu, Baumwolleinstreu oder Hanffasern. Man kann das Nistmaterial in eine Kammer des Häuschens legen, oder im Gehege verteilen, damit der Hamster es sich selbst zusammensammeln kann. Hamsterwatte ist nicht geeignet, da die Fasern beim Verschlucken zu Darmverschluss und auch zu abgeschnürten Gliedmaßen führen können. Besonders reißfeste Küchenrolle ist ebenfalls nicht geeignet.
Leckerlis
  • Jeder Hamster nimmt auch gerne mal Leckerlis zu sich. Diese können in unterschiedlichster Form ausfallen. Erlebnisfutter ist besonders beliebt und dekoriert gleichzeitig das Gehege. Wichtig bei verarbeiteten Leckerlis ist, dass sie zuckerfrei (auch Honig und Melasse gehören zu Zucker) sind, so naturbelassen wie möglich und gerade bei Zwerghamstern kein Obst, getrocknetes Gemüse, Getreide, Erbsenmehl oder ähnliche Zutaten enthalten. Am besten eignen sich diverse Kerne oder Körner, mal ein Stück Frischfutter oder getrocknete/lebendige Insekten. Weitere Informationen zum Thema “Ernährung” findet ihr hier.
Verstecke
  • Da Hamster zu den Beutetieren zählen, fühlen sie sich auf einer ganz frei einsehbaren Fläche eher unwohl. Daher ist es wichtig, ihnen im Gehege mehrere Verstecke und Unterschlüpfe zur Verfügung zu stellen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Man kann Korkröhren, Keramikhäuser, Dübelverstecke, Grasnester, Weidenbrücken, Tongefäße, Holzhäuschen etc. verwenden. Auch mit sogenanntem Erlebnisfutter kann man sichtgeschützte Bereiche einrichten. Besonders Roborowski Zwerghamster huschen gerne von Versteck zu Versteck. Das Gehege darf ruhig voll aussehen.

Ein Hamstergehege entsteht...

Bezugsadressen

www.futterparadies.de
Bezugsquelle für unsere Hauptfuttermischungen, Erlebnisfutter, Kräuter, Saaten, Getreide und tierisches Eiweiß, sowie artgerechtes Zubehör

www.hamsterbacken-shop.de
Bezugsquelle für unsere Hauptfuttermischungen, Erlebnisfutter, Kräuter, Saaten, Getreide und tierisches Eiweiß, sowie artgerechtes Zubehör – alle Produkte sind gekennzeichnet für welche Hamsterart sie geeignet sind!

www.getzoo.de
Bezugsquelle für Hauptfutter und artgerechtes Zubehör

www.futterkraemerei.com
Bezugsquelle für Kräuter, Saaten, Getreide und tierisches Eiweiß, Überstreu, sowie Hauptfuttermischungen

www.zooplus.de
Bezugsquelle für Einstreu, Chinchillasand, Nistmaterial, Erlebnisfutter und Transportboxen
(Achtung: nicht alle angebotenen Dinge sind hamstergeeignet!)

www.mixerama.de
Bezugsquelle für Kräuter, Saaten, Getreide und tierisches Eiweiß, sowie Hauptfuttermischungen

www.rodipet.com
Bezugsquelle für artgerechtes Zubehör und Erlebnisfutter

www.die-nager-kueche.com
Bezugsquelle für Kräuter, Saaten, Getreide und tierisches Eiweiß, sowie Hauptfuttermischungen

www.hansemanns-team.de
Bezugsquelle für einzelne Kräuter, Saaten, Getreide und tierisches Eiweiß

Ungeeignetes Zubehör

Zu kleine Gitterkäfige

Hamster sind Bodenbewohner und wollen sich bewegen. Dafür benötigen sie eine große Grundfläche und hohes Einstreu, um Gänge anzulegen (mind. 20cm hoch). Das ist in Käfigen mit zu niedriger Bodenwanne nicht möglich. Außerdem führt ein zu kleiner Käfig zu Verhaltensauffälligkeiten, wie Gitternagen oder Klettern. Da Hamster aber keine guten Kletterer sind (Anatomie der Pfoten und Höhenblindheit), lassen sie sich plötzlich fallen und können zwischen den Gitterstäben hängenbleiben. Es empfiehlt sich, für Hamster eher Aquarien, Nagerterrarien, Holzgehege oder Eigenbauten zu verwenden.

Zu kleine Laufräder/Laufräder mit Gitterstäben/Schereneffekt

Kann der Rücken während des Laufens im Rad nicht gerade sein, kommt es zu Rückenproblemen und damit verbundenen Schmerzen. Durch den Schereneffekt, kann sich der Hamster Gliedmaßen abtrennen. Auf Gitterstäben zu laufen ist sehr unangenehm für zarte Hamsterfüßchen und es besteht die Gefahr des Abrutschens und Hängenbleibens und damit verbundene Unfälle, bei denen nicht selten Gliedmaßen gebrochen oder abgetrennt werden.

Harzende/genagelte/getackerte Einrichtungsgegenstände

Zubehör aus chinesischer Kiefer wird sehr gerne im Zoohandel angeboten. Das Holz wird während der Aufzucht und Produktion mit unbekannten Chemikalien behandelt. Außerdem kann das Harz nach einiger Zeit austreten und das Fell verkleben. Meist werden die Seitenwände durch Nägel, Metallklammern oder –tacker zusammengehalten. Gehen Nagetiere also ihren natürlichen Bedürfnissen nach und nagen an der Einrichtung, kommen diese Metallklammern hervor und das Tier kann sich daran schwere Verletzungen zufügen.

Hamsterwatte

Abgeschnürte Gliedmaßen, hervorgerufen durch Hamsterwatte sind leider keine Seltenheit. Außerdem ist Hamsterwatte nicht vollständig verdaulich (auch wenn gerne anderes behauptet wird) und kann so zu Darmverschluss oder, beim Festsetzen in den Backentaschen, zu Entzündungen führen. Gleiches gilt für Stoffreste, auch diese können Fäden ziehen und sollten nicht geschluckt werden.

Nagesteine/Mineralsteine/ Salzlecksteine/Himalayasteine

Diese Steine sind bei artgerechter Ernährung vollkommen unnötig. Im Gegenteil, sie belasten durch den hohen Salz- und Mineralgehalt die Nieren und können so zu Folgeerkrankungen führen.

Gitteretagen/Gitterleitern/Kletterspielzeug

Hamster sind keine guten Kletterer. Sie können sich nicht an den einzelnen Streben festhalten. Dadurch besteht die Gefahr des Hängenbleibens (es kann zu Knochenbrüchen kommen) oder Quetschens von Gliedmaßen. Abgesehen davon, ist es für die kleinen Pfoten unangenehm auf Gitterstäben zu laufen.

Häuser und Spielzeuge mit zu kleinen Öffnungen

Da die Backentaschen von Hamstern sehr sensibel sind, sollten alle Durchgänge für Zwerghamster mindestens 5cm, für Mittelhamster mindestens 7cm groß sein. Meist haben die im Zoohandel erhältlichen Häuschen und „Spielplätze“ viel zu kleine Öffnungen. Sind diese zu klein, kann es zu Haut- und Backenverletzungen kommen oder der Hamster bleibt im Eingangsloch stecken.

Futterraufen ohne Abdeckung/Heubälle

Hamster fressen zwar kein Heu, trotzdem bieten manche Halter diese Produkte an. Der Hamster kann zwischen den schmalen Stäben hängenbleiben und sich schwer verletzen. Auch bei anderen Kleintieren besteht dieses Risiko.

Parfümiertes Einstreu/Käfigdeo

Kleintiere haben sehr gut ausgeprägte Riechorgane. Parfümiertes Einstreu und Käfigdeo sind für die sensiblen Nasen eine Qual. Außerdem markieren Hamster durch feinen Eigenduft ihr Revier, wodurch sie intensive Fremdgerüche in ständigen Stress versetzen. Durch die chemische Zusammensetzung kommt es oft zu Reizungen der Augen, Atemwege und der Haut.

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