Was die Fellfarbe mit der Gesundheit zu tun hat
Die Fellfarbe eines Hamsters ist weit mehr als nur ein optisches Merkmal. Hinter bestimmten Farbvarianten können sich genetische Veranlagungen verbergen, die Einfluss auf die Gesundheit, die Lebenserwartung und die besonderen Bedürfnisse eines Tieres haben. Vor allem bei Zwerghamstern mit hohem Campbell-Anteil sind einige Fellfarben bekannt, die mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Erkrankungen verbunden sein können.
Für Halter ist es deshalb wichtig, diese Zusammenhänge zu kennen, um frühzeitig auf mögliche Probleme reagieren und Haltung sowie Ernährung entsprechend anpassen zu können.
Wichtig: Nicht nur direkt betroffene Tiere können gesundheitliche Probleme entwickeln, sondern auch Nachkommen, die diese Gene in sich tragen – selbst wenn sie äußerlich unauffällig erscheinen.
Problematische Fellfarben im Überblick
Mandarin / Camel
Bei den Farben Mandarin beziehungsweise Camel scheint ein genetischer Defekt vorzuliegen, der häufig mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen einhergeht. Betroffene Hamster neigen oft zu:
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starker Gewichtszunahme und Fettleibigkeit
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Diabetes
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Nierenerkrankungen
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usw.
Gerade bei diesen Tieren ist eine konsequent diabetesgerechte Ernährung besonders wichtig. Häufig empfiehlt es sich, direkt auf ein ausgewogenes Balance-Futter zurückzugreifen – vor allem dann, wenn der Hamster bereits übergewichtig ist.

Mushroom
Die Fellfarbe Mushroom stammt vermutlich vom Campbell-Zwerghamster ab. Mit diesem Gen können verschiedene genetische Defekte verbunden sein. Dazu zählt unter anderem das sogenannte Back Flipping, eine neurologische Störung, bei der sich die Tiere unkontrolliert überschlagen oder in weniger ausgeprägter Form etwas unkoordiniert laufen, eine Kopfschiefhaltung entwickeln oder umfallen. Treten erste Symptome auf, sollte die Gehegeeinrichtung (geringe Fallhöhen, flache Auf- und Abgänge, möglichst vollgestellt usw.) entsprechend angepasst werden um Verletzungen zu vermeiden.
Zusätzlich tritt auch hier Diabetes häufig als Begleiterkrankung auf. Leider zeigen viele betroffene Tiere eine verkürzte Lebenserwartung und sterben oft frühzeitig.

Black / Russian Blue
Bei den Farbschlägen Black und Russian Blue ist der hohe Campbell-Anteil ebenfalls nicht unproblematisch. Auch hier sollte besonders auf eine diabetesgerechte Ernährung geachtet werden, da das Risiko für Diabetes erhöht ist.
Ein weiteres Krankheitsbild, das bei diesen Farbvarianten sehr häufig auftritt, ist ein altersbedingtes Zittern. Dieses ähnelt in seiner Symptomatik dem Parkinson-Syndrom beim Menschen. Typisch ist, dass:
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das Zittern meist erst im höheren Alter auftritt
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die Symptome mit zunehmendem Alter stärker werden
Diese Erkrankung ist leider nicht behandelbar. Dennoch sollte sie tierärztlich abgeklärt werden, um andere mögliche Ursachen auszuschließen und dem Tier bestmöglich unterstützende Pflege zukommen zu lassen. Die Gehegeeinrichtung (geringe Fallhöhen, flache Auf- und Abgänge usw.) sollte entsprechend angepasst werden um Verletzungen zu vermeiden.
Fazit
Wissen hilft Haltern, frühzeitig zu reagieren und Risiken besser einzuschätzen. Dabei gilt: Nicht alle Hamster der genannten Farbschläge sind betroffen, doch Aufmerksamkeit ist entscheidend. Die richtige Ernährung sowie eine angepasste Gehegeeinrichtung, um Verletzungsgefahren bei neurologischen Problemen zu vermeiden, gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere langfristig zu sichern.
Quelle: Hamsterbacken Hybrid-Farben
