Zwerghamster (Hybride, Dsungare, Campbell)

Ordnung: Nagetier
Gewicht: 25 – 60 g
Alter: ca. 1,5 – 2,5 Jahre
Größe: 8 – 11 cm
Ernährung: Samen, Saaten, Wurzeln, Insekten, Gräser, Kräuter, Blüten
Aktivität: dämmerungs- und nachtaktiv
Herkunft: Nordchina, Mongolei, Mandschurei, asiatische Steppengebiete (Nord-Kasachstan bis Süd-West-Sibirien)
Hybride agouti
Hybride pearl
Hybride mandarin
Hybride agouti
Hybride agouti mottled
Hybride black
Campbell opal satin
Campbell black
Campbell opal satin
Campbell black mottled
Campbell platinum mottled
Hybride dove
Hybride agouti
Campbell blue silvering
Hybride camel
Hybride white
Hybride pearl
Hybride agouti
Hybride mandarin
Geschlechtsunterschiede
Männchen

bei ausgewachsenen Männchen deutlich erkennbare Hoden, spitzeres Hinterteil, der Abstand zwischen After und Geschlechtsteil ist größer als beim Weibchen, die Duftdrüse ist stärker sichtbar

Weibchen

teilweise erkennbare Zitzen, rundes Hinterteil, kleinerer Abstand zwischen After und Geschlechtsteil

Sozialleben

Keine Paar- oder Gruppenhaltung! Streitereien eskalieren schnell und können den Tod eines oder aller beteiligten Tiere zur Folge haben.

Besonderheiten

Backentaschen zum Hamstern und eine Bauchdrüse zum Markieren.

Zwerghamster dürfen wegen des hohen Diabetesrisiko kein Obst (auch nicht selten nur ein kleines Stückchen), kein Getreide (Weizen, Dinkel, Roggen, etc.), kein getrocknetes Gemüse, kein zuckerhaltiges Gemüse (Karotte, Mais, Tomaten, etc.), keine Erbsenflocken, kein Erbsenmehl.

Hamster orientieren sich anhand ihrer Duftmarkierungen, daher sollte das Gehege nie komplett gereinigt werden (Ausnahmen bei Erkrankung oder Tod des Tieres). Die Pipiecke oder die Ecktoilette sollten alle 2-3 Tage gereinigt werden.

Da Hamster gerne buddeln, sollten der Trinknapf und das Laufrad, sowie andere schwere Gegenstände(z.B. Sandbad) vor dem Unterbuddeln geschützt werden, indem man sie auf das Mehrkammernhaus oder eine Ebene stellt. Diese sollten maximal 15 cm über dem Streu sein, damit sich der Hamster bei einem Sprung oder Sturz nicht verletzt. Etagen kann man mit Sperrholzplatten und lösemittelfreiem Holzleim sehr einfach selber bauen. Das Mehrkammernhaus kann mittels Stelzen fixiert werden.

 

Hamster sind Bodenbewohner und keine guten Kletterer, daher sollten Gitterkäfige, Leitern und sonstige Klettermöglichkeiten vermieden werden.

 

Winterfell

Dsungarische Zwerghamster in freier Natur halten keinen Winterschlaf. Daher färben sie sich zwischen Oktober und Dezember um, so dass sie fast vollständig weiß sind. Dies dient dazu, bei der Futtersuche in der Schneelandschaft vor Fressfeinden besser getarnt zu sein. In vielen Ländern werden Zwerghamster daher auch „winterwhites“ genannt. Das Fell wird in dieser Phase auch dichter, um besseren Schutz vor der Kälte zu bieten.

Ist der Dsungaren-Anteil eines Zwerghamster-Hybrids besonders hoch, findet auch hier eine Umfärbung statt. Meist wird der Hamster fleckig oder wirkt im Ganzen aufgehellt. Zwerghamster in der Heimtierhaltung werden jedoch nur selten komplett weiß. Der Wechsel ins Winterfell hängt jedoch nicht mit einer niedrigeren Raumtemperatur, sondern mit der Veränderung der Tageslichtstunden zusammen. Sinkt die Dauer von weißem Licht auf unter 8 Stunden, fängt die Umstellung in den Winter-Modus an. Der Stoffwechsel stellt sich um, die Körpertemperatur ist niedriger, so wird weniger Energie verbraucht und Fettreserven werden angegriffen. Daher verlieren Zwerghamster in dieser Zeit oftmals bis zu 1/3 ihres normalen Körpergewichts.

Durch die Umstellung des Hormonstoffwechsels sind Männchen in dieser Zeit normalerweise unfruchtbar. Zwischen Jänner und April findet der Wechsel von Winter- auf Sommerfell statt. Nachwuchs wird daher eher in den Sommermonaten zur Welt gebracht. Bei Mandarin-Hamstern oder Hamstern, die an Diabetes erkrankt sind, kann es von Vorteil sein, diese Winterphase bewusst herbeizuführen. Durch den veränderten Hormonstoffwechsel nehmen sie leichter ab und ihr krankhaftes Trinkverhalten wird etwas eingebremst.

Spannend zu beobachten ist, dass die Umfärbung auf Winterfell bei Zwerghamstern in der Heimtierhaltung in ihrem zweiten Winter häufig weniger stark oder gar nicht mehr stattfindet.

Menü