Hilfe, mein Hamster hat Nachwuchs bekommen!

Erste Hilfe bei frisch entdecktem Wurf
  1. Ruhe bewahren
  2. das Gehege bitte komplett! in Ruhe lassen (Wasser wechseln, Futter geben und Nistmaterial aufstocken ist natürlich erlaubt )
  3. viel hochwertiges Futter geben, die Mami braucht jetzt viel Kraft für die Aufzucht – Links zu unserer Zwerghamstermischung und unserer Mittelhamstermischung
  4. viel hochwertiges Eiweiß geben (in Form von getrockneten Mehlwürmern, Heuschrecken, Gammarus), am besten in einem kleinen Napf anbieten
  5. gerne darf der Mami (und später auch den Babies) zusätzlich Päppelbrei gereicht werden (Rezept: 1 TL reiner Rinder- oder Hühnchenfleischbrei aus Babygläschen diverser Marken + gemahlene Haselnüsse + zerbröselte getrocknete Mehlwürmer/Heuschrecken/Gammarus – alles miteinander vermischen)
  6. viel Nistmaterial (Safebed, in Streifen gerissenes Ökoklopapier) – KEINE HAMSTERWATTE!
  7. ab etwa einer Woche fressen die Babies ebenfalls ein paar Körner, daher bitte großzügig Futter im Gehege verstreuen und nachreichen sobald nur noch wenig vorhanden ist (täglich ca. 1-2 Hände voll)
Wenn die Babies schon etwas größer sind

Nach etwa 8-14 Tagen sind die Babies so weit, dass sie das Nest verlassen und anfangen das Gehege zu erkunden. Hierbei darf dann auch gerne beobachtet werden. Bitte schon vor Tag 8 folgende Dinge beachten:

  1. Laufrad unbedingt raus aus dem Gehege!
  2. statt einem Wassernapf den Schraubdeckel eines Baby- oder Marmeladengläschens verwenden
  3. alle Dinge/Spalten, wo sich die Kleinen verletzen oder hängenbleiben können entfernen/stopfen
  4. falls ein Gitterkäfig vorhanden ist, die Gitterstäbe mit Pappe verkleiden, damit die Kleinen nicht steckenbleiben können
  5. alle höheren Gegenstände, von denen die Babies runterfallen könnten, sollten aus dem Gehege genommen werden 

Sobald die Babies die Augen geöffnet haben, kann man auch mal eine Hand voller Futter ins Gehege legen, um den ersten Kontakt aufzubauen. Die Hand sollte man dabei ruhig liegen lassen. Hierbei sollte immer darauf geachtet werden, dass die Mama dadurch nicht gestresst wird.

Am Tag 28 müssen die Kleinen nach Geschlechtern getrennt werden! Wenn ihr euch unsicher seid, fragt bitte einen hamsterkundigen Tierarzt oder kontaktiert uns. Die Buben müssen in ein eigenes Gehege ziehen, die Mädchen dürfen noch bei der Mama bleiben, vorausgesetzt, diese duldet sie noch.

Um blutige Revierkämpfe zu vermeiden, braucht mit etwa 6 Wochen jeder Hamster ein eigenes Gehege (mind. 100 x 50 cm groß). Zwerghamster sollten ein Gewicht von mind. 20 g, Gold- und Teddyhamster von mind. 80 g haben, bevor sie vermittelt werden.

Als günstiges Übergangsgehege können wir die größte Samlabox von Ikea empfehlen.

Wendet euch bei Fragen, oder falls ihr Hilfe benötigt, bitte so früh wie möglich direkt per Mail an uns, oder schreibt uns über unsere Facebook-Seite eine Nachricht.

Winterfell bei Zwerghamstern

Dsungarische Zwerghamster in freier Natur halten keinen Winterschlaf. Daher färben sie sich zwischen Oktober und Dezember um, so dass sie fast vollständig weiß sind. Dies dient dazu, bei der Futtersuche in der Schneelandschaft vor Fressfeinden besser getarnt zu sein. In vielen Ländern werden Zwerghamster daher auch “winterwhites” genannt. Das Fell wird in dieser Phase auch dichter, um besseren Schutz vor der Kälte zu bieten.

Ist der Dsungaren-Anteil eines Zwerghamster-Hybrids besonders hoch, findet auch hier eine Umfärbung statt. Meist wird der Hamster fleckig oder wirkt im Ganzen aufgehellt. Zwerghamster in der Heimtierhaltung werden jedoch nur selten komplett weiß. Der Wechsel ins Winterfell hängt jedoch nicht mit einer niedrigeren Raumtemperatur, sondern mit der Veränderung der Tageslichtstunden zusammen. Sinkt die Dauer von weißem Licht auf unter 8 Stunden, fängt die Umstellung in den Winter-Modus an. Der Stoffwechsel stellt sich um, die Körpertemperatur ist niedriger, so wird weniger Energie verbraucht und Fettreserven werden angegriffen. Daher verlieren Zwerghamster in dieser Zeit oftmals bis zu 1/3 ihres normalen Körpergewichts.

Durch die Umstellung des Hormonstoffwechsels sind Männchen in dieser Zeit normalerweise unfruchtbar. Zwischen Jänner und April findet der Wechsel von Winter- auf Sommerfell statt. Nachwuchs wird daher eher in den Sommermonaten zur Welt gebracht. Bei Mandarin-Hamstern oder Hamstern, die an Diabetes erkrankt sind, kann es von Vorteil sein, diese Winterphase bewusst herbeizuführen. Durch den veränderten Hormonstoffwechsel nehmen sie leichter ab und ihr krankhaftes Trinkverhalten wird etwas eingebremst.

Spannend zu beobachten ist, dass die Umfärbung auf Winterfell bei Zwerghamstern in der Heimtierhaltung in ihrem zweiten Winter häufig weniger stark oder gar nicht mehr stattfindet.

Häufige Erkrankungen

Diese Seite stellt nur Erfahrungen dar und ersetzt in keinem Fall den Gang zum hamstererfahrenen Tierarzt! Seid ihr euch bei einer Diagnose unsicher, holt euch gerne eine zweite Meinung ein. Achtet bei der Auswahl eures Tierarztes darauf, dass er/sie sich mit Exoten auskennt.

Gebärmutterentzündung

Die Gebärmutterentzündung zählt zu den häufigsten Erkrankungen bei weiblichen Hamstern. Ungefähr alle vier Tage ist das Hamsterweibchen fruchtbar, weshalb in dieser Zeit bakterielle Erreger besonders leicht in die Gebärmutter eindringen können. Dies führt dann zu Entzündungen.

Doch wie kann man dem entgegen wirken? Leider gar nicht. In so einem Fall ist es einfach Pech. Daher ist es umso wichtiger, die Anzeichen einer Gebärmutterentzündung möglichst früh zu erkennen. Häufig sind Weibchen ab sechs Monaten betroffen, diese Krankheit kann aber auch schon bei jüngeren Tieren auftreten.

Unterschieden wird zwischen einer geschlossenen und offenen Endometritis. Leider fallen bei der geschlossenen Form viele der offensichtlicheren Symptome weg. Meist merkt man nur eine Änderung des Verhaltens, weshalb Verhaltensänderungen also in jedem Fall von einem Tierarzt abgeklärt lassen werden sollte.

Mögliche Symptome offene Endometritis:
  • Hauptmerkmal ist eitriger Ausfluss, manchmal auch mit Blut vermengt. Von diesem Ausfluss geht ein unangenehmer Geruch aus (über mehrere Tage). NICHT zu verwechseln mit dem Brunstsekret (wird alle 4 Tage abgegeben, der Geruch unterscheidet sich aber!)
  • Gewichtsabnahme, Verhaltensänderung
  • Appetitlosigkeit: Kontrolle des Gewichts, Kontrolle des Bunkers (oft wird noch gebunkert, aber nichts davon gefressen)

Bitte beobachtet euer Tier nicht wochenlang. Wenn ihr spürt irgendetwas stimmt nicht, holt euch tierärztliche Hilfe ein. Bitte unbedingt einen hamstererfahrenen Tierarzt aufsuchen. Bei einer geschlossenen Gebärmutterentzündung fallen die meisten Symptome weg, diese erkennt man nur durch eine mögliche Verhaltensänderung.

Behandlungsmethode, die sich bewährt hat (bitte nicht in Eigenregie, sondern immer mit Absprache durch einen Tierarzt!):

  • Mindestens 14 Tage lang Antibiotika (z.B. Baytrill) oral verabreichen
  • Schmerzmittel oral verabreichen
  • Manchmal wird auch Allizin gespritzt – entleert die Gebärmutter
  • bei Bedarf Gebärmutterentfernung durch Operation (nur bei wiederkehrender Entzündung – das Narkoserisiko ist sehr hoch!)
  • Päppeln z.B. mit Fleischbrei + gemahlenen Nüssen + Mehlwürmer bei Gewichtsabnahme
  • In gewohnter Umgebung lassen, Stressvermeidung, Pipiecke öfter säubern

Leider kommt die Gebärmutterentzündung nach erfolgreicher Behandlung nicht selten wieder und daher ist eine Operation oft die einzige endgültige Heilungsmethode. Jedoch ist die Narkose bei Hamstern sehr risikoreich, daher ist ein hamstererfahrener Tierarzt das A und O. Mit ihm/ihr könnt ihr abwägen und so das Leben eurer Fellnase retten. Bitte handelt in diesem Fall schnell und achtet darauf, dass euer Hamster immer ein Fettdepot hat, um in schlechten Zeiten davon zehren zu können.

Fellverlust/Juckreiz

Euer Hamster verliert Fell und/oder kratzt sich ständig, reagiert teilweise auch gereizter als normalerweise? Es gibt eine Unzahl an möglichen Krankheiten, die solche Symptome aufweisen. Hier ein paar häufig vorkommende Beispiele:

  • Milben (Rattenmilbe, Vogelmilbe, etc. ): Hamster kratzt sich ständig, Haarausfall besonders im Nacken-/Kopf-/Rückenbereich, Milben im Hamsterheim (Kopf und Körper verschmolzen, 8 Beine), teilweise auf andere Tiere/Menschen übertragbar! (Achtung: Verwechslungsgefahr mit Staubläusen bei Hamstern ohne die aufgezählten Symptome!)
  • Demodex: Milbe die unter der Haut lebt, nicht mit bloßem Auge zu erkennen, Behandlungsmethode unterscheidet sich von der Vogelmilbe/Rattenmilbe
  • Pilz: Erkennbar an Krusten auf der Haut, kahle Stellen, ansteckend!
  • Hormonelle Störung: Besonders bei Weibchen nach z.b. Operationen
  • Cushing Syndrom: Eher selten bei Hamstern, ledrige Haut, Haut verfärbt sich schwarz, Fellverlust um die Duftdrüsen und die Beine

Der Fellverlust/Juckreiz kann aber auch eine andere Ursache haben. Daher ist es wichtig einen hamstererfahrenen Tierarzt aufzusuchen, der eine Diagnose stellt, damit die Behandlung rasch beginnen kann. Hamsterforen, Hamstergruppen oder das Internet ersetzen KEINEN guten Tierarzt, bitte reagiert schnell und erspart eurem Hamster langanhaltendes Leiden.

Staubläuse gehören zu den harmlosen Krabblern, die in Hamstergehegen zu finden sind. Sie sind 0,5-1mm groß, hellbraun bis dunkelbraun, mit einem klar abgetrennten Kopf und Fühlern. Sie überleben nur in feuchten, warmen Gebieten, daher sammeln sie sich um den Wassernapf und die Pipiecken. Bei Staubläusen ist kein Tierarztbesuch mit dem Hamster notwendig!

Tierchen im Gehege sollten jedoch immer professionell bestimmt werden.

Staublaus
Augenentzündungen

Der Vorteil von Augenerkrankungen ist, dass diese im Gegensatz zu vielen anderen Krankheiten recht einfach zu bemerken sind. Sollte dir beim regelmäßigen Gesundheitscheck auffallen, dass die Augenpartie rot oder geschwollen aussieht, der Hamster oft blinzelt oder das Auge verklebt oder trüb ist, sollte ein hamstererfahrener Tierarzt aufgesucht werden, um die Ursache genau bestimmen zu lassen.
Die Bandbreite reicht von einer einfachen Reizung des Auges durch Streu oder Sand bis zu einer Entzündung. Bei jeder Untersuchung sollten auch die Backentaschen und Zähne kontrolliert werden, denn oft haben Augenerkrankungen dort ihre Ursache. Wenn der Hamster eine Backentaschenentzündung oder Zahnfehlstellung hat, kann sich das auf die Augen auswirken.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme können dem Hamster reine Kochsalzaugentropfen oder Tropfen mit dem beruhigenden Inhaltsstoff Echinacea verabreicht werden, um die Reizung etwas zu lindern. Bei verklebten Augen kann man mit einem Kosmetiktuch, welches mit lauwarmem Wasser befeuchtet wurde, sanft über das betroffene Auge streichen. Diese Maßnahmen ersetzen aber unter keinen Umständen den möglichst raschen Tierarztbesuch. Nur dieser kann feststellen, welche Behandlung notwendig ist, um dem Hamster zu helfen. Sollte es sich um eine Augenentzündung handeln, werden meist Augentropfen oder -salben verschrieben. Diese müssen über einen längeren Zeitraum regelmäßig verabreicht werden. Es empfiehlt sich das Sandbad für die Behandlungsdauer aus dem Gehege zu entfernen.

Diabetes

Text in Arbeit.

Tierarztliste

Wien
Tierordination Penzing

Marcusgasse 8
1140 Wien
Tel.: 01 / 416 41 84

Tierklinik Vorgartenstraße (Notdienst)

Vorgartenstraße 172
1020 Wien
Tel.: 01 / 728 50 23

Nagerambulanz Dr. König

Draschestraße 91
1230 Wien
Tel.: 0664 / 332 55 24

Tierarztpraxis Liechtensteinstraße

Liechtensteinstraße 112
1090 Wien
Tel.: 01 / 319 62 28

Mag. Sibille Pelikan

Feldkellergasse 22/1b
1130 Wien
Tel.: 01 / 923 05 31

Tierarztpraxis Rankgasse (Notdienst)

Rankgasse 16
1160 Wien
Tel.: 01 / 493 54 83

Tierärztliche Ordinationsgemeinschaft Wattgasse

Wattgasse 53
1160 Wien
Tel.: 01 / 489 46 89

Tierambulanz am Saarplatz

Saarplatz 1
1190 Wien
Tel.: 01 / 320 55 44

Tierambulanz Brigittenauerlände (Notdienst)

Brigittenauer Lände 20
1200 Wien
Tel.: 01 / 330 06 25

Tierklinik Stadlau

Hohenfeldgasse 6
1220 Wien
Tel.: 01 / 280 68 00

Niederösterreich
Die Tierärzte (Notdienst)

Enzersdorfer Straße 48
2340 Mödling
Tel.: 02236 / 266 344

Mag. Karin Martinelli

Am Felde 10
2540 Bad Vöslau
Tel.: 0680 / 110 30 66

Öffnungszeiten
Montag:     9-11 und 17-19 Uhr
Mittwoch:  9-11 und 17-19 Uhr
Freitag:      9-11 und 17-19 Uhr

Burgenland
Tierarzt Baldasti

Linke Bachgasse 42
7400 Oberwart
Tel.: 03352 / 311 42

Steiermark
Tierarztpraxis Pafla

Berggasse 9
8652 Kindberg
Tel.: 03865 / 2269

Kärnten
Tierordination St. Peter (Notdienst)

Flatschacher Straße 23
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463 / 318013

Salzburg
Kleintierpraxis Josefiau

Rottmayrgasse 22
5020 Salzburg
Tel.: 0662 / 63 29 10

Exotendoc Dr. med. vet. Haberpeuntner

Ganshofstraße 11
5020 Salzburg
Tel.: 0664 / 86 60 013

Vorarlberg
Tierklinik Schwarzmann (Notdienst)

Bifangstraße 79
6830 Rankweil
Tel.: 05522 / 44 26 4

Menü